eintausend und fünfundneunzig Tage

"Genossen haben wir die schöne Zeit,
die uns nach der Prüfung noch übrig bleibt.

Drei Jahre gemeinsam gewandert mit großen Schritten,
haben wir dabei manchmal ein wenig gelitten.

Drei Jahre gelernt, geackert und teilweise nicht ganz alles begriffen, haben wir es doch geschafft
-bald- als Altenpfleger in die Zukunft zu blicken!"

2 Kommentare 28.6.14 11:34, kommentieren

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Hallo Ich bin es,

"Das wandern ist des Mühlers Lust. ..." Ja, ja so erging es uns gestern auch:
Gemeinsam mit unserer Parallelklasse waren wir in der schönen Sächsischen Schweiz wandern. Zum Großteil den Malerweg entlang geschritten, kämpften wir uns durch Höhen und Tiefen (Es waren mehr verfluchte Höhen als alles andere. Meine Waden tun immer noch ein wenig schmerzen. Aber eine Maus kennt keinen Schmerz.^^), um einen der schönsten Ausblicke genießen zu können: Der Blick auf die Elbe mit der Festung Königsstein und anderen kulturellen Sehenswürdigkeiten. Malerisch, wie sich ein Fluss durch die Vielfalt von Natur bahnen kann. Erst dann wird einem richtig bewusst, was Wasser für eine Gewalt haben kann. Es nimmt sich seinen eigenen Weg, als ob es einen festen Charakter hat. Gleichzeitig jedoch betrachtet man das Leben, was rings herum entstanden ist.
Ich muss schon vermerken, dass es sich doch gelohnt hat für solch einen Blick aufzustehen. Was leider nicht lohnenswert war, war die Kondition unserer Parallelklasse. Die Damen und Herren haben es doch tatsächlich geschafft nach, gefühlt, fünfzig Kaffeebohnenschritten stehen zu bleiben und Pause machen zu müssen. Die Begründung lag darin, dass sie einfach nicht mehr konnten, konnten wollen. Hm, wenn man im Alter von vielleicht zwanzig bis fünfundzwanzig Jahren auch mehr wie hundert Kilogramm auf die Waage bringt, sollte einem das schon zu denken geben. Das tat es aber nicht! Denn das erstaunliche daran war, wie sie ihren Standpunkt klar gemacht haben: Die Zigarette in der einen und das fettige Leberwurstbrot in der anderen Hand. Was sagt uns das? Asthma bronchiale, Arteriosklerose, Hypertonie und vielleicht auch ein Stück Thrombose wir kommen.^^
Unsere Klasse machte sich los vom ständigen Pausieren und lief in lockeren Schritten dem Picknick entgegen, welches ein Teil der Klasse vorbereitet hatte. Es war doch recht angenehm in der Sonne zu sitzen, ein belegtes Brot (nicht mit Schinken) zu essen und dabei sich anderthalb Likör rein zu pfeifen, aber auch gutes leckeres Wasser. Wir hatten es verdient nach über zwei Stunden laufen!!!
In der Heimat angekommen, ging es mit meiner Freundin zu ihr nach hause. Dort haben wir gemeinsam über die vergangenen drei Lehrjahre philosophiert. Das auch da das ein oder andere Glas ein Begleiter war, sei erst einmal dahin gestellt. Man lebt nur einmal, denke ich doch.

Am heutigen schönen Freitag, endlich Wochenende, bin ich wieder bei meinen Eltern, um mich nun meiner letzten und blödesten Prüfung zu widmen: die praktische Prüfung. (An der Stelle kann man sich gruselige Musik vorstellen. Ich glaube dann wirkt es besser.) Na ja zu diesem Elend werde ich mich noch oft genug äußern, das muss jetzt noch nicht gleich geschehen.
Außer meiner Prüfung bin ich aber auch hier um meine Sachen für den Umzug fertig zu machen. Bald ist es soweit, das meine bessere Hälfte und ich endlich gemeinsam einen Wohnraum teilen und nicht nur am Wochenende zusammen sind. Immerhin wird es schon soweit gehen, dass er eine Decke zum Schlafen bekommt und zusätzlich beim Essen ein Licht unter dem Tisch hat. Wir wollen ja nicht ganz so böse sein.
Nun gut, von weiteren Begebenheiten werde ich gerne auf dem laufenden halten.
Bis dahin alles wird gut

27.6.14 23:21, kommentieren